Die neue KTM 1290 Super Duke R und Super Duke R EVO 2022

18.11.2021 11:07

Seit Anfang November warten wir gespannt auf das neue Mitglied in den Reihen der orangenen Nakedbike-Familie. Seit wenigen Tagen ist es nun so weit, am Dienstag wurde die neue 1290 Super Duke vorgestellt. Fortan gibt es nicht nur ein, sondern gleich zwei 1290 Super Duke R Auflagen: die 1290 Super Duke R und die 1290 Super Duke Evo. Was die beiden unterscheidet und welche der beiden Maschinen mit den unvergleichbaren Rennsportgenen für euch am besten ist, das nehmen wir heute unter die Lupe. 

Bereits im Jahr 2020 hatte die 1290 Super Duke eine Komplettüberarbeitung erhalten, was eine Reihe technischer Verbesserungen mit sich brachte. Für das Modelljahr 2022 hat KTM den bewährten 1290 LC8-Motor nochmals verbessert, sein Gewicht reduziert und das Elektronik-Paket überarbeitet. Das macht „The Beast“ zum womöglich modernsten Motorrad der gesamten Naked-Bike Klasse. 


So sieht die 1290 Super Duke R in ihrer natürlichen Umgebung aus - ein Rad in der Luft und ordentlich Spannung auf der Kette. 

Die jüngste Auflage der Super Duke R wartet nicht nur mit einer neuen, sehr aggressiven Lackierung und orangefarbenen Felgen auf, sondern vor allem mit zahlreichen Verbesserungen, die der KTM 1290 Super Duke R 2022 noch mehr Aggressivität, aber auch mehr Präzision verleihen. Eine davon ist die völlig neue Drosselklappe, deren Winkel auf 65 Grad reduziert wurde. Dies ist genau die gleiche Lösung, die auch an Bord der KTM 1290 Super Duke RR zu finden ist. Das Ansprechverhalten und die Leistungsdaten des Motors haben sich nicht verändert, dafür wurde der Motor noch leichter. Die Gewichtsreduzierung wurde unter anderem durch ein dünneres Motorgehäuse und verbesserte Wasser- und Ölkühlerhalterungen erreicht. Neue Motor- und Umlenkungshalterungen tragen zur Gesamtstruktur bei und verleihen dem Bike eine hohe Steifigkeit. Dank der Integration des Motors in das Rahmenkonzept harmonisieren Motor- und Fahrwerksverhalten noch besser.

Auf Youtube findet ihr den vollständigen Super Duke R EVO Trailer mit ersten Fahraufnahmen von KTM. 

Die neue 1290 Super Duke R ist also leichter und leistet weiterhin 180 PS und 140 Nm Drehmoment. Um die geballte Power unter allen Bedingungen nutzen zu können, kann der Fahrer auf die Unterstützung fortschrittlicher Elektronik zählen. 
Die größte Gewichtseinsparung wurde jedoch beim Rahmen erzielt. Er ist nun dreimal steifer als sein Vorgänger und durch die Verwendung größerer Durchmesser und dünnerer Wände konnte das Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell um 2 kg reduziert werden. Präziseres Fahrverhalten bei höherem Fahrkomfort sind die Folge. Der neue Heckrahmen aus Verbundmaterial spart Gewicht und ist direkt mit Soziussitzbank, Kennzeichenhalter und Rücklicht verschraubt. Keine Halterungen und Adapter, pure Performance. Eine verbesserte Abstimmung von Schwinge und Fahrwerk sorgt indes für erhöhte Stabilität beim Beschleunigen bei geringerem Eintauchen des Hecks. Die neue geschmiedete Aluminium-Gabelbrücke verstärkt das Rennsportfeeling und zeigt, dass keine Kompromisse eingegangen werden: auch hier wird ein niedrigeres Gewicht in Verbindung mit höherer Steifigkeit und einem besseren Ansprechverhalten der Gabel erreicht.  

Die 1290 Super Duke R Evo
Die pikantesten Änderungen hält jedoch die neue KTM 1290 Super Duke R Evo bereit. Während der Motor identisch zur normalen R bleibt, hat sich am Fahrwerk einiges geändert. In der Super Duke R Evo kommt die zweite Generation des semiaktiven Fahrwerks vom Typ APEX zum Einsatz. Mit der neuen semiaktiven Technologie (SAT) untermauert die KTM 1290 Super Duke R Evo ihre Vormachtstellung an der Spitze der Hyper-Nakedbikes und glänzt mit noch besserer Nutzbarkeit. Auf Knopfdruck lässt sich das Fahrwerk der Evo anpassen und auf die verschiedenen Fahrbahnverhältnisse anpassen. Mit den drei standardmäßigen Dämpfungsmodi COMFORT, STREET und SPORT lässt sich schnell die richtige Voreinstellung finden, auch die Federvorspannung des Federbeins kann 10-stufig auf bis zu 20mm eingestellt werden, in 2mm Schritten. 
Wem das noch nicht genug ist, für den hat das SUSPENSION-PRO-Paket noch die Dämpfungsmodi TRACK, ADVANCED und AUTO im Angebot. Während TRACK der harte Rennstreckenmodus der KTM-Testfahrer ist, kann im ADVANCED-Modus die Gabel- und Federbeindämpfung 8-stufig manuell eingestellt werden. Wem das zu kompliziert ist, dem sei der AUTO-Modus ans Herz gelegt. Der Modus ist in der Lage verschiedene Fahrstile zu erkennen und automatisch das Fahrwerk an die Anforderungen anzupassen, vor allem beim Wechsel zwischen Stadt- und Landstraße ein tolles Feature. Die Änderungen werden so schnell durchgeführt, dass sie vom Fahrer nicht spürbar sind, nur ihre Resultate. 

Ein weiteres Feature ist die automatische Vorspannungsnivellierung des Suspension Pro Modus, mit den Modi 

  • AUTO-STANDARD für neutrale und ausgewogene Geometrie
  • AUTO-LOW für entspannte und komfortable Geometrie
  • AUTO-HIGH für aggressive und wendige Geometrie

Welche in der Lage sind, die Vorspannung automatisch auf das Fahrergewicht (und damit auch schnell auf wechselnde Fahrer) anzupassen. 
Die optionale Anti-Diving-Funktion kann das eintauchen des Vorderrads beim harten Bremsen verhindern, aber wie die meisten elektronischen Helfer auch deaktiviert werden. 

Wie bei früheren Versionen der Super Duke R stehen sowohl der normalen R als auch der R Evo die serienmäßigen Fahrmodi RAIN, STREET und SPORT zur Verfügung, die optionalen Modi Track und Performance sind im PowerParts Programm erhältlich. 
Optisch behalten die KTM 1290 Super Duke R und Super Duke R EVO ihre gewohnte Aggressivität bei, sind jetzt aber in zwei Farbvarianten erhältlich. Die blau-orangene Version wird ergänzt durch die brandneue silber-orangene Ausführung, der typisch orangefarbene Rahmen mit orange-pulverbeschichteten Felgen fehlt natürlich nicht. Für das richtige Maß an Individualität sorgen eigens kreierte KTM PowerWear-Kollektionen und viele PowerParts, welche ihr selbstverständlich jederzeit auf ktm-shop24.de findet. 

Erhältlich sind beide Modelle in Kürze auch bei ktm-shop24. 

 

Technische Daten
Motor

Drehmoment: 140 Nm
Getriebe: 6 Gänge
Kühlung: Flüssigkeitskühlung
Leistung in KW: 132 kW
Starter: Elektrostarter
Hub: 71 mm
Bohrung: 108 mm
Kupplung: PASC (TM) Antihopping-Kupplung, hydraulisch betätigt
CO²-Emission: 130 g/km
Hubraum: 1301 cm³
EMS: Keihin EMS mit RBW und Geschwindigkeitsregelanlage, Doppelzündung
Bauart: 2-Zylinder, 4-Takt, V 75°
Kraftstoffverbrauch: 5.6 l/100 km
Schmierung: Druckumlaufschmierung mit 3 Ölpumpen


Wir finden: auch silber-orange steht der 1290 Super Duke R außergewöhnlich gut. Die Entscheidung wird hier nicht leicht fallen. 


Fahrwerk
Tankinhalt: 16 l 
ABS: Bosch 9.1 MP 2.0 (mit Kurven ABS und Supermoto ABS)
Bremsscheibe Durchmesser vorn: 320 mm
Bremsscheibe Durchmesser hinten: 240 mm
Bremse vorne: 2x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel
Bremse hinten: Brembo Zweikolben-Festsattel
Kette: 525 X-Ring 
Rahmen-Bauart: Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet
Bodenfreiheit: 160 mm
Sitzhöhe: 835 mm
Steuerkopfwinkel: 64,8 °
Federweg vorn: 125 mm
Federweg hinten: 140 mm
Federung vorne: WP Apex 48 (R) bzw. WP Semi-active Suspension USD 48mm (GEN.2) (R EVO)
Federung hinten: WP Apex Monoshock (R) bzw. WP Semi-active Rear Shock (GEN.2) (R EVO)